Aktuelles aus dem eDNA-Projekt

Unsere erste Vorstudie zur Wildbienenerfassung mittels DNA-Sequenzanalyse ist abgeschlossen und die ersten Daten liegen vor. Wir haben DNA aus über 150 Nisthilfenröhrchen isoliert und sequenziert. Wir wollten wissen, ob wir solitäre Wildbienen und Wespen anhand von zurückgelassener DNA identifizieren können, ob es einer Mindestmenge an Brutkammern bedarf, um ausreichend DNA zu erhalten, ob wir Parasitoide nachweisen können und welche zusätzlichen Informationen wir aus der eDNA erhalten.

Erste Analysen bestätigen: Der Nachweis solitärer Wildbienen und Wespen anhand von eDNA ist möglich! Auch das Vorkommen von Parasitoiden kann detektiert werden. Besonders spannend: Die Anzahl der Brutkammern hat kaum Einfluss auf die Ergebnisse – selbst aus wenigen Kammern erhalten wir genügend DNA für unsere Auswertungen. Weiterhin konnten wir DNA von Schmetterlingen, Käfern, Heuschrecken und Spinnen nachweisen, die vermutlich als Larvenproviant von Solitärwespen eingetragen wurden.

Im nächsten Schritt untersuchen wir die Niströhrchen auch auf Pflanzen-DNA, um Rückschlüsse auf das Pollensammelverhalten der Wildbienen zu ziehen. Dies könnte uns wichtige Hinweise auf für Wildbienen wertvolle Blütenressourcen in der umgebenden Agrarlandschaft liefern.

 


Machen Sie mit bei unserem Nisthilfeprojekt 2021 und engagieren Sie sich für die Wildbienen!

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Saisonende bei den Wildbienen

Das Jahr schreitet voran und die Wildbienen-Saison ist nun beendet. Alle Nisthilfen wurden zur Überwinterung abgebaut und werden in Klimakammern gelagert.

Wir möchten auf diesem Wege allen Nisthilfepatinnen und -paten ganz herzlich für die vielen Fotos danken, die uns erreicht haben!