Blaue Mauerbiene (Osmia caerulescens (Linnaeus 1758))

Ein Männchen von Osmia caerulescens auf Geranium spec. (© Niels Hellwig)

Blaue Mauerbiene (Osmia caerulescens (Linnaeus 1758))

Kalenderwoche 23

  • Flugzeit: Mitte Mai bis Mitte Juli, teilweise eine zweite Generation von Anfang Juli bis Mitte August
  • Nahrungsspektrum: Polylektisch (Pollengeneralist)
  • Charakteristisch: Geschlechtsdimorphismus (Männchen und Weibchen unterscheiden sich stark)

Die blaue Mauerbiene ist in ganz Deutschland häufig. Ihr Lebensraum sind u.a. Waldränder, Streuobstwiesen und Siedlungen. Sie nistet in Hohlräumen, die sie in der Erde, in Steilwänden, in Fraßgängen in Totholz oder auch in Pflanzenstengeln oder Nisthilfen findet. Ihr Nest verschließt sie mit zerkautem Pflanzenmaterial (Pflanzenmörtel), z.B. mit Laubblättern der Schwarzerle (Alnus glutinosa) oder Blüten- und Laubblättern von Mohn (Papaver spp.). Die Pollenvorräte für ihre Larven legt das Weibchen mit Pollen von Vertretern aus sieben Pflanzenfamilien an, darunter Kriechender Günsel (Ajuga reptans; Lamiaceae), Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris, Ranunculaceae) und Weißklee (Trifolium repens, Fabaceae). Männchen und Weibchen der 8-10mm großen Art unterscheiden sich deutlich: Während das Männchen kupfer- bis bronzenfarben und fuchsrot behaart ist, schimmert das etwas größere Weibchen stahlblau.