Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften: ein Monitoring-Modul von MonViA

Rund die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Deshalb kommt der Landwirtschaft eine große Bedeutung für die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt zu. Die Intensivierung der Landwirtschaft gilt als einer der Hauptgründe für den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland. Bisher sind die genauen Ursachen dafür jedoch noch nicht verstanden. Denn es fehlt eine bundesweit einheitliche Datengrundlage, auf deren Basis man wissenschaftlich fundierte Aussagen über den Zustand und die Entwicklung von Arten in Agrarlandschaften treffen kann.

Das soll sich nun ändern: Im Projekt MonViA entwickeln Forschende Methodenstandards, die eine langfristige Beobachtung von Lebensräumen und Artengruppen in der Agrarlandschaft ermöglichen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf funktionellen Gruppen, z.B. der Bodenfauna, Nützlingen, Schädlingen oder Bestäubern wie den Wildbienen. Diese sind für die Leistungsfähigkeit landwirtschaftlicher Produktionssysteme von besonderer Bedeutung. Das Projekt startet mit einer fünfjährigen Pilotphase von 2019-2023.

Im Wildbienen-Monitoring entwickeln und testen Forschende des Thünen-Instituts für Biodiversität Methoden für ein Trend-Monitoring und für ein frageorientiertes Monitoring.

Wir kooperieren mit der AG Offenland der Hochschule Anhalt, der Firma Alpenbiene und der Stiftung Observation International. Außerdem unterstützt eine wachsende Zahl von Ehrenamtlichen, Institutionen, Verbänden und Gemeinden die Entwicklung und Testung unseres Nisthife-Prototyps durch die Betreuung von Nisthilfen.