Bestandsschonende Erfassung von Wildbienen anhand von Umwelt-DNA

Im bisherigen Vorgehen werden die Wildbienen, die sich in den Nisthilfen entwickelt haben, im Labor genadelt, um sie anschließend anhand morphologischer Merkmale von Wildbienen-Experten zu bestimmen. Für ein Wildbienen-Trendmonitoring, das sich zum Ziel gesetzt hat, langfristig und jährlich Wildbienen deutschlandweit mit Nisthilfen zu erfassen, bedarf es alternativer Verfahren, um die Wildbienenpopulationen zu schonen.

Eine mögliche Alternative bietet die DNA-Sequenzierung. Dabei wird ein bestimmtes Stück der DNA, der sogenannte DNA-Barcode, sequenziert, es werden also die Zusammensetzung und Reihenfolge der DNA-Bausteine (Basen) bestimmt. Durch Abgleich der Sequenz aus einer unbekannten Probe mit Referenzdatenbanken kann die Wildbienenart bestimmt werden. Nachdem die Wildbienen geschlüpft sind, wird ihre zurückgelassene DNA aus den nun verlassenen Nisthilfen analysiert. Dieser innovative Ansatz befindet sich noch in der Entwicklung, ist jedoch vielversprechend und zukunftsweisend.