Hintergrund

Wildbienen lassen sich auf unterschiedlichste Weise im Gelände erfassen. Zu den gängigen Methoden gehören Transektbegehungen oder das Aufstellen von Farbschalen und anderen Fallensystemen. Im Vergleich zu diesen Methoden können über Nisthilfen neben der Erfassung des Artenspektrums auch die trophischer Interaktionen (Räuber-Beute Beziehungen) zwischen Wildbienen, Wespen und Parasitoiden quantifiziert werden. Über eingetragenes Nistmaterial können zudem Rückschlüsse auf Nahrungsressourcen gezogen und Auswirkungen von Pestizidrückständen auf die Vitalität von Wildbienen abgeschätzt werden.

Ziele

Nisthilfen sind folglich prädestiniert für die Erfassung hohlraumnistender Wildbienen im Rahmen eines Agrarlandschafts-Monitorings. Allerdings bedarf es hierfür noch einer Standardisierung der anzubietenden Nisthilfemöglichkeiten, um eine einheitliche Erfassung zu gewährleisten. Das betrifft unter anderem die Nisthilfen- Größe, die Anzahl der angebotenen Niströhren per Nisthilfe, sowie das Verhältnis von angebotenen Niströhren unterschiedlicher Durchmesser.

Die zu entwickelnde standardisierte Nisthilfe soll auf lange Sicht als eine Erfassungsmethode für ein Wildbienen-Trendmonitoring in Agrarlandschaften dienen. Daraus ergeben sich folgende grundlegende Anforderungen, die bei der Entwicklung der Nisthilfe zu berücksichtigen sind:

  • Standardisierung der Nisthilfe
  • bestandsschonende (tötungsfreie) Erfassung, sowie
  • minimaler Betreuungsaufwand der Nisthilfe.

Standardisierung der Nisthilfe

- Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt -

Es soll ein Nisthilfe-Prototyp entwickelt werden, der bestehende Nisthilfe- Elemente kombiniert und so weiterentwickelt, dass er optimale Nistbedingungen für ein möglichst großes Spektrum an Wildbienenarten der offenen Agrarlandschaft bietet.

Die Standardisierung der Nisthilfen wird in einem großflächig angelegten Experiment in Sachsen-Anhalt getestet.

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