Ihre Frage ist hier nicht aufgeführt?

Ihnen fehlen Informationen oder sie haben Verbesserungsvorschläge für die Zusammenarbeit mit Ihnen als Ehrenamtliche*r? Dann schreiben Sie uns an nisthilfe@thuenen.de. Ihre Fragen und Vorschläge helfen uns, das Wildbienen-Monitoring stetig zu verbessern.


Der April ist schon vorbei – kann ich trotzdem noch teilnehmen?

Na klar! Da wir uns 2021 noch in der Etablierungsphase des Monitorings befinden, können Sie gerne Ihre Nisthilfe auch noch bis spätestens Ende Juni aufstellen und es werden sicher noch Bewohner einziehen. Wichtig ist, dass Sie das Aufstelldatum dokumentieren, da es für die Registrierung der Nisthilfe benötigt wird und für die Dateninterpretation wichtig ist. Um allerdings eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, ist prinzipiell ein ähnliches Aufstelldatum aller Nisthilfen zwecks Standardisierung wichtig. Falls Sie planen, in Zukunft weiterhin mitzumachen, stellen Sie die nächste Nisthilfe deshalb bitte bereits Mitte März auf.


Was muss ich bei der Standortauswahl beachten?

Unser Monitoring hat einen Fokus auf offene Agrarlandschaften. Der Nisthilfe-Standort sollte sich daher in der Agrarlandschaft befinden, z. B. an einem Feld, einer Weide oder Wiese, im Obstbau oder Gemüseanbau. Wichtig ist überdies, dass Nisthilfen einen Mindestabstand von 500 m zueinander haben müssen, um auszuschließen, dass sie sich gegenseitig beeinflussen. Wünschenswert wäre, wenn sich Sonderstandorte wie z. B. Kleingartenanlagen, Kiesgruben oder Siedlungsbereiche möglichst nicht im Umkreis von 500 m um die Nisthilfe herum befinden. Bevor Sie Ihre Nisthilfe aufstellen, schicken Sie uns in jedem Fall einen Screenshot des in Frage kommenden Landschaftsausschnitts an nisthilfe@thuenen.de und wir unterstützen Sie, einen bestmöglich geeigneten Standort zu finden.


Wie lange betreue ich eine Nisthilfe? Auch noch in den kommenden Jahren?

Ihr Einsatz erstreckt sich zunächst auf April bis September 2021 und auf das beginnende Frühjahr 2022. Denn die Wildbienen, die in Ihrer Nisthilfe heranwachsen, werden im kommenden Frühjahr schlüpfen und Ihre Nisthilfe verlassen. Damit wir die Wildbienenbestände nicht durch unsere Nisthilfen in der Agrarlandschaft künstlich erhöhen, möchten wir eine Neubesiedlung der Nisthilfe im kommenden Jahr verhindern. Wir arbeiten zur Zeit an einer Vorrichtung, die es den Tieren ermöglicht auszufliegen und gleichzeitig eine Neubesiedlung verhindert. Nachdem Sie also von April-September 2021 die Nisthilfe-Brettchen monatlich fotografiert haben, bitten wir Sie, im Frühjahr 2022 die Vorrichtung, die wir Ihnen bis dahin zugeschickt haben werden, an der Nisthilfe zu montieren. Da wir die organischen Reste (Kot, Pflanzenreste etc.) in Ihrer Nisthilfe für weitere Untersuchungen benötigen, erfahren Sie rechtzeitig, in welcher Form Sie uns diese anschließend übergeben.

Selbstverständlich können Sie auch eine neue Wildbienen-Generation betreuen und langfristig im Monitoring mitmachen, an einem neuen Standort, der mind. 500 m vom Vorjahres-standort entfernt liegt. Informationen dazu erhalten Sie rechtzeitig auf unserer Website.


Was ist, wenn ich es einmal nicht rechtzeitig schaffe, meine Nisthilfe-Brettchen zu fotografieren?

Das ist zwar schade um die fehlenden Daten, aber halb so wild. Wir sind dankbar für Ihr ehrenamtliches Engagement. Die Nisthilfe-Kontrollen sollen Spaß machen und nicht zur Pflichtaufgabe werden. Wichtig ist nur, dass Sie immer bei dem von uns vorgegebenen Rhythmus des Fotografierens bleiben - also immer die Fotos in den letzten 10 Tagen eines Monats machen. Falls Sie bereits im Vorfeld wissen, dass Sie es nicht schaffen werden, versuchen Sie, einen Ersatz zu organisieren.


Was ist, wenn meine Nisthilfe oder ein Nisthilfe-Brettchen -aus welchen Gründen auch immer- während der Saison nicht mehr einsatzfähig ist?

Das ist nicht schlimm. Bitte informieren Sie uns per mail an nisthilfe@thuenen.de, damit wir den Ausfall registrieren und in unserer Auswertung berücksichtigen können. Sofern Sie trotzdem Interesse haben, bei dem Projekt weiterzumachen, können wir mit Sicherheit eine individuelle Lösung finde.


Was passiert mit meinen Fotos sobald ich sie hochgeladen habe?

Die Fotos der Nisthilfen im Landschaftskontext werden zur groben Beschreibung der umgebenden Landschaft herangezogen. Denn in unseren Analysen prüfen wir, ob die direkte Umgebung auch einen Einfluss auf die Nisthilfebewohner hat. Die Fotos der Nisthilfe-Brettchen werden von uns ausgewertet, d. h. wir zählen die Brutkammern und bestimmen die Insekten. Ausgewählte Bilder werden von uns auch im Rahmen von Vorträgen und für wissenschaftliche Publikationen verwendet.


Darf ich meine Fotos auch für eigene Zwecke verwenden oder anderen Forschungsprojekten zur Verfügung stellen?

Ja, natürlich. Wir freuen uns sehr, wenn mehr Menschen von unserem Monitoring erfahren und möglicherweise sogar angesprochen werden, selbst mitzumachen oder gemeinsame Kooperationsprojekte zu entwickeln. Sollten Sie allerdings die Rechte für Fotos, die Sie bereits an uns übermittelt haben, an Dritte (im Rahmen von Zeitungsbeiträgen o. Ä.) weitergeben, bitten wir Sie, uns darüber zu informieren, damit wir diese Fotos künftig nicht für unsere Vorträge oder Publikationen verwenden.


Wie kann ich mehr über die Wildbienen in meiner Nisthilfe lernen?

Wenn Sie Interesse haben, selbst ihre ‚Nisthilfenpatenkinder‘ kennenzulernen, geben wir Ihnen die Möglichkeit an einem online-Bestimmungskurs teilzunehmen. Hierbei lernen Sie, die Nisthilfebewohner anhand ihrer Larven oder Kokons, Brutkammern und Nestverschlüsse zu bestimmen. Dann werden Sie selbst in die Lage versetzt, diese Daten zu erheben. Über unseren Wildbienen-Verteiler informieren wir regelmäßig, wann diese Bestimmungskurse stattfinden. Sind Sie noch nicht im Verteiler, schreiben Sie gerne eine E-Mail an: nisthilfe@thuenen.de .


Werden die Nisthilfe-Bewohner durch das monatliche Auseinanderbauen der Nisthilfen gestört?

Das können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher beantworten. Unsere Nisthilfen sind allerdings so konzipiert, dass eine Störung weitestgehend ausgeschlossen wird. Aktuell untersuchen wir, ob es mögliche Störungseffekte gibt. Über diese und andere Forschungsergebnisse werden Sie immer brandaktuell auf dieser Website oder über den Wildbienen-Verteiler, zu dem Sie sich per Mail an nisthilfe@thuenen.de anmelden können, informiert.