Was ist ein Trendmonitoring?

Zentrale Aufgabe des Trendmonitorings ist es, Veränderungen im Bestand von Wildbienenarten in den agrarisch geprägten Landschaften Deutschlands zu verfolgen und deren Ursachen zu verstehen.

Wichtige Fragestellungen, die für den Aufbau eines fortlaufenden Trendmonitorings beantwortet werden sollen, sind:

Welche bisherigen Trends lassen sich aus bereits bestehenden Datensätzen zu Wildbienen in Agrarlandschaften ableiten?

  • Um eine Grundlage für die Untersuchung aktueller Trends im Bestand von Wildbienenarten und  mögliche Umwelteinflüsse zu erhalten, werden bereits bestehende Datensätze zusammengetragen (z. B. aus der Fachliteratur und entomologischen Beständen). Aus diesen Daten werden historische Trends auf räumliche und zeitliche Muster hin untersucht, um den Einfluss von Umweltveränderungen auf die bisherige Entwicklung im Bestand von Wildbienen zu analysieren.

Welche Umweltveränderungen stehen im Zusammenhang mit Veränderungen im Bestand von Wildbienenarten in Agrarlandschaften? Welche Geodaten sind geeignet, um die relevanten Umweltveränderungen auf unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen abzubilden?

  • Insbesondere sollen geeignete Belastungsindikatoren für Habitatveränderungen ermittelt werden, die im Zusammenhang mit den Veränderungen im Bestand von Wildbienenarten stehen. Hierbei sind die Ansprüche und Präferenzen von Wildbienen bezüglich Nistmöglichkeiten, Nistmaterial und Futter zu berücksichtigen. Zu den potenziell relevanten Umweltfaktoren gehören daher vor allem das Vorkommen bestimmter Landschaftsstrukturelemente (z. B. Blühflächen oder Blühstreifen sowie Hecken oder Gehölzansammlungen und ihre Anordnung in der Landschaft) und die landwirtschaftliche Bewirtschaftungspraxis (z. B. Anbau von Kulturpflanzen, Intensität der Grünlandnutzung und Intensität der Bodenbearbeitung sowie des Düngemittel- und Pestizid-Einsatzes).

Welche Methoden eignen sich, um Veränderungen im Wildbienen-Bestand auf standardisierte Weise zu erfassen?