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Hummeln fotografieren für die Wissenschaft

Hummel-Challenge

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Naturbegeisterte können helfen, mehr über die Vielfalt und Verbreitung von Hummeln in Deutschland herauszufinden: Seit 2022 rufen wir jährlich bundesweit zur Hummel-Challenge auf. Bei der Hummel-Challenge im Sommer vom 20. Juni bis 3. Juli 2024 gilt es erneut, so viele verschiedene Hummeln auf so vielen verschiedenen Wildpflanzen wie möglich zu fotografieren und über die Naturbeobachtungsplattform Observation.org zu erfassen. Hummel-Fotos können über die Webseite oder mit Hilfe der Bestimmungs-App ObsIdentify hochgeladen werden.

So geht’s:

1.    App „ObsIdentify“ herunterladen
2.    Kostenlosen Account anlegen
3.    Hummeln fotografieren und mit der App bestimmen. Die Hummeln dürfen dafür nicht gestört oder gefangen werden.

Wichtig: GPS-Tracking für Fotos erlauben.

 

Challenge-Zeitraum Sommer 2024

20. Juni bis 3. Juli

Download ObsIdentify-App

App für iOs

App für Android

Die App gehört zur Naturbeobachtungsplattform Observation.org.

Keine Artenkenntnisse nötig: Jede*r kann mitmachen

Mitmachen ist ganz einfach: Die kostenlose App ObsIdentify herunterladen, Benutzeraccount anlegen und in der Natur so viele verschiedene Hummelarten wie möglich fotografieren und in der App speichern. Für die Teilnahme sind keine Artenkenntnisse nötig: Eine KI bestimmt die die Hummeln anhand der hochgeladenen Fotos. Viele der Daten werden nach und nach zusätzlich noch einmal von Hummel-Expert*innen überprüft. Wer die meisten Arten fotografiert gewinnt. Unter den Top 10 Teilnehmer*innen werden tolle Preise verlost.

Rückblick Hummel-Challenge im Frühjahr

Anleitung App Observation


FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Hummel-Challenge.

Challenge-Organisation

Die Hummel-Challenge findet bundesweit statt. Um möglichst viele verschiedene Informationen über Hummeln zu sammeln und so das Hummel-Wissen in Deutschland zu vergrößern, suche die Hummeln am besten draußen in der Natur (z.B. an Feldwegen, Rändern von Wiesen, Weiden und Blühstreifen). Damit hilfst du den Wissenschaftler*innen in dem Citizen-Science-Projekt mehr über das Vorkommen und die Verbreitung von Hummeln zu lernen.

Die Ergebnisse (Anzahl der Arten und Beobachtungen in einer Rangliste) sind in der App ObsIdentify einsehbar. Gewinner*innen der Verlosung werden durch den Projektpartner BUND Bayern benachrichtigt. Weitere Auswertungen der Daten geben wir auf wildbienen.thuenen.de bekannt.

Rückblick auf vergangene Challenges

Wer am Ende des Challenge-Zeitraums besonders viele Arten beobachtet hat, kann gewinnen: Unter den Top 10 Teilnehmer*innen werden Preise verlost. Ausschlaggebend dafür ist die Rangliste, die Observation.org zum Ende der Challenge angibt. Nachmeldungen nach Ablauf des Challenge-Zeitraums fließen nicht mehr in die Wertung ein.

In der Ergebnis-Rangliste der App werden derzeit nur Arten und keine Sammelgruppen angezeigt. Deine entdeckte Hummel wurde wahrscheinlich als „unbestimmte Hummel“ identifiziert oder einer Sammelgruppe zugeordnet. Derzeit gibt es noch keine technische Lösung, die auch das Anzeigen von Sammelgruppen ermöglicht.

Damit dein Name angezeigt wird, musst du in deinen Benutzereinstellungen unter „Privatsphäre“ die Aufforderung „Zeige meinen Namen in Rankings“ bestätigen.

Deine Hummelfotos kannst du gerne das ganze Jahr über (auch rückwirkend) hochladen. Für die Auslosung der Gewinner gilt jedoch das Ende des offiziellen Challenge-Zeitraums.

Hummeln fotografieren

  • Blüten sind für Hummeln wichtig! Hier sammeln sie Pollen und trinken Nektar. Dafür halten sie kurz still und man kann sie am besten fotografieren. Du triffst sie besonders häufig an blauen und lilafarbenen Blüten, wie beispielsweise von Taubnesseln, Disteln oder Klee, an.
  • Suche während eines Spaziergangs nach vielen verschiedenen Blüten, so erhöhst du die Wahrscheinlichkeit auch viele verschiedene Hummelarten zu finden. Manchmal lohnt es sich, einen Moment an einem Ort mit vielen Blüten zu verweilen, um herauszufinden, was dort alles vorbeifliegt.
  • Hummeln haben unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum. Es lohnt sich daher auch, in unterschiedlichen Landschaften nach Hummeln zu suchen. Zum Beispiel im Siedlungsbereich, an Feld- bzw. Waldrändern.

Achte darauf, dass die Hummel vollständig auf dem Foto, scharf gestellt und gut zu erkennen ist. Ein großer Mehrwert ist auch, wenn die Nahrungspflanze auf der die Hummel sitzt, gut zu sehen ist. Für die Überprüfung der Bestimmung ist es wichtig, dass du so viele Fotos wie möglich aus verschiedenen Winkeln auf die Hummel machst. Wichtig ist vor allem jeweils ein Foto von oben, sodass der gesamte Körper zu sehen ist, von der Seite und vom Kopf.

Hummel-Bestimmung

Die App ObsIdentify bestimmt deine Hummel-Fotos mithilfe einer KI (Künstliche Intelligenz). Diese KI befindet sich in einem dauerhaften Lernprozess und die Ergebnisse sind selten zu 100 Prozent sicher. Die KI liefert bessere Bestimmungsergebnisse, je mehr Fotos ihr als Datengrundlage zur Verfügung stehen. Die Fotos werden außerdem durch Hummel-Expert*innen validiert. Die Bestimmungsergebnisse der KI werden also noch einmal durch echte Personen überprüft. Dafür muss die Hummel auf den Fotos gut zu erkennen sein.

Expert*innen können allerdings nicht alle Fotos validieren. Das Bestimmungsergebnis deiner Hummel durch die KI ist somit bis zu einer bestimmten Wahrscheinlichkeit korrekt, aber nicht immer zu 100 Prozent. Wenn deine Bestimmungsergebnisse durch Expert*innen zusätzlich bestätigt wurden, wird dir dies in der App unter deinem Foto angezeigt.

Es ist möglich, mehrere Fotos sowohl in der App (ObsIdentify) als auch auf der Internetseite Observation.org hochzuladen, um das Bestimmungsergebnis zu verbessern.

Die Bestimmungsergebnisse der KI werden nach und nach durch Expert*innen geprüft (validiert). Da während bei der Hummel-Challenge viele Beobachtungen eingehen, erfolgt die Überprüfung nicht zeitgleich und nicht alle Ergebnisse der KI können durch zusätzliche menschliche Augen überprüft werden.

Expert*innen können zu dem Schluss kommen, dass eine Hummel aufgrund des Fotos nicht eindeutig bestimmbar ist oder durch die KI zum Beispiel einer falschen Artengruppe zugeordnet wurde. Das ist häufig der Fall, wenn die Qualität des Bildes nicht ausreicht oder nicht alle Bestimmungsmerkmale zu erkennen sind. Manchmal sind die Merkmale, die zwei Arten unterscheiden, so klein (z.B. die Punktierung auf dem Chitinpanzer des letzten Hinterleibsegments), dass spezielle Artkenntnis nötig ist, um zu wissen, was für die Artbestimmung auf dem Foto erkennbar sein muss.  Auch wenn du mehrere Fotos machst kann es also vorkommen, dass die Art nicht erkennbar ist.

Die Expert*innen nehmen dann eine Neuzuordnung vor. Ist die Art zum Beispiel nicht eindeutig bestimmbar, wird die Meldung häufig in eine Gruppe mit geringeren Detailgrad eingeordnet, statt der Art Bombus vestalis etwa in der Sammelgruppe „Keusche Kuckuckshummel/Böhmische Kuckuckshummel - Bombus vestalis/bohemicus“. Sofern auf dem Foto eine Hummel identifizierbar ist, aber keine weiteren Artinformationen abgeleitet werden können, erfolgt die Einordnung in der Kategorie „Hummel unbest. - Bombus spec.“ oder bei den Kuckuckshummeln in „Kuckuckshummeln unbest. - Bombus (Psithyrus) spec.“.

Wenn du das Foto über die App „ObsIdentify“ hochlädst, erhältst du ein Bestimmungsergebnis durch die KI. Die KI bestimmt dabei nach selbsterlernten Merkmalen. Expert*innen, die das Foto ggf. nachträglich noch einmal überprüfen, ziehen verschiedene Kriterien zu Artbestimmung zusätzlich zu den zu sehenden Körpermerkmalen (morphologische Merkmale) hinzu, zum Beispiel Flugzeit, Verbreitungsgebiet und Häufigkeit.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die Fotos liefern eine Datengrundlage für die Forschung. Unter anderem ist anhand der Geodaten nachvollziehbar, wo welche Hummel gesichtet wurde. Auch die Blüte, auf der eine Biene fotografiert wird, kann für eine spätere Auswertung wichtig sein. Unter vielen tausend Meldungen konnten, unter anderem, auch sogenannte Erstnachweise von Arten außerhalb ihres bisher bekannten Verbreitungsgebiets erbracht werden.

Darüber hinaus beobachten Wissenschaftler*innen seit einigen Jahren die Effekte des Klimawandels auf die hier lebenden Arten. Durch eine hohe Anzahl an Beobachtungen können Veränderungen in Verbreitungsgebieten nachvollzogen werden und damit einen wichtigen Beitrag für die wissenschaftliche Forschung leisten.

Trotz verschiedener Bestimmungsschlüssel und beschreibender Literatur für Hummeln hängt die Bestimmung (Validation) durch Expert*innen immer von der Erfahrung der jeweiligen Person ab. Darüber hinaus ist bekannt, dass die Bestimmung von Wildbienen schwierig ist und auch sehr erfahrene Expert*innen manchmal zu unterschiedlichen Bestimmungsergebnissen kommen oder einen Fehler machen.
Um die Ergebnisse bestmöglich zu vereinheitlichen und im Wildbienen-Monitoring wissenschaftlich vergleichbar zu machen, schauen sich Wissenschaftler*innen am Thünen-Institut die Meldungen aus der Agrarlandschaft noch einmal genau an und treffen eine Zuordnung zu Hummel-Kategorien nach festgelegten Maßstäben. Dadurch stellen wir Vergleichbarkeit und Transparenz der Datenauswertung innerhalb der Forschung sicher.

Auch über die Hummel-Challenge hinaus kannst du dich für Hummeln engagieren, zum Beispiel als Ehrenamtliche*r im Hummel-Monitoring am Thünen-Institut. In diesem Citizen-Science-Projekt erfasst du von März bis Oktober Hummeln auf einer festgelegten Strecke in deiner Nähe. Artenkenntnisse vermittelt das Thünen-Institut in Schulungen für die Ehrenamtlichen.

Zur Anmeldung


Unsere Partner

2024 setzen wir die Challenge gemeinsam mit unseren Partner BUND Naturschutz in Bayern und der Naturbeobachtungsplattform Observation.org um.


Kontakt

Kontakt Hummel-Challenge

 

Dr. Sophie Ogan
+49 531 596 1106
sophie.ogan@thuenen.de

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