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Einblick in die Forschung

Hier gibt das Wildbienen-Team regelmäßig Einblicke in die Forschung und erklärt die Zusammenhänge und Hintergründe des Projekts Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften.

Wer wohnt in der Wildbienen-Nisthilfe? Einsteiger*innen können diese Frage nach Bestimmungskursen selbst beantworten

Bestimmungskurse 2021 waren erfolgreich: Ehrenamtliche können Nisthilfen-Bewohner qualitativ hochwertig bestimmen

Das MonViA-Wildbienen-Monitoring lebt vom Mitmachen – und das reicht weiter über das Fotografieren von Nisthilfen-Brettchen und Hummeln hinaus. Im ersten Projektjahr 2021 hat das Wildbienen-Team vom Thünen Institut gemeinsam mit Ehrenamtlichen einen wesentlichen Ansatz für das Wildbienen-Monitoring getestet: In Bestimmungskursen hatten die Projekt-Teilnehmer*innen die Möglichkeit zu lernen, wie sie erkennen, welche Arten in den Nisthilfen zu finden sind.

Zahlen aus 2021 zeigen: Sie sind dabei richtig gut! Im Vergleich mit den Bestimmungsergebnissen von Expert*innen haben die Ehrenamtlichen über 90 Prozent der hohlraumnistenden Wildbienen, Wespen und Gegenspieler richtig bestimmt.

Wildbienen-Monitoring 2021: Ehrenamtliche bestimmen Bewohner von 50 Nisthilfen

2021 haben 12 Ehrenamtliche nicht nur regelmäßig die Nisthilfe-Brettchen fotografiert, sondern sich auch in die Bestimmung hohlraumnistender Wildbienen, Wespen und Gegenspieler eingearbeitet. Im Anschluss an die vom Thünen-Institut angebotenen Bestimmungskurse und ein Quizzzzz zu Nisthilfe-Bewohnern, haben die Ehrenamtlichen die Bewohner von 50 Nisthilfen eigenständig bestimmt. Die Bestimmungsergebnisse wurden vom Wildbienen-Team kontrolliert. Ziel war es, herauszufinden, ob das Bildungsangebot so aufgebaut ist, dass Ehrenamtliche qualitativ hochwertige und mit denen von Expert*innen vergleichbare Ergebnisse erzielen können.

Insgesamt wurden 20 Wildbienen-Arten- bzw. Artengruppen (Taxa) mit unterschiedlichem Grad an Sicherheit bestimmt. Weitere Organismen von Wespen über Parasiten bis hin zu anderen Nutznießern wie Spinnen wurden ebenfalls identifiziert.

Der Vergleich mit den Ergebnissen von Expert*innen zeigt: Ehrenamtliche bestimmen über 90 Prozent richtig

Der Vergleich der Bestimmungsergebnisse von Ehrenamtlichen und Expert*innen ergab, dass 92,4 % der Taxa in 4.203 belegten Niströhren von unseren Ehrenamtlichen (alle Einsteiger*innen) richtig identifiziert wurden. 2,8 % wurden als undefinierbar eingestuft und 4,8 % der Taxa in Niströhrchen wurden nicht richtig bestimmt. Grundsätzlich wurden die Nisthilfe-Bewohner größerer Niströhrendurchmesser und solche, die eindeutig erkennbare Merkmale zur Bestimmung aufweisen, häufiger richtig bestimmt.

So geht es jetzt weiter: Anpassung von Bestimmungsschlüsseln und Kursen

Wir werden unseren Bestimmungsschlüssel und die Kurse entsprechend der Erkenntnisse anpassen und die Bestimmungskriterien nachschärfen, um die Identifizierung verschiedenster Arten von Nisthilfen-Bewohnern zu erleichtern.

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