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Anleitung für eine Nisthilfe-Patenschaft

  • Melden Sie sich über das Anmeldeformular für eine Nisthilfe-Patenschaft an. Auf der Karte mit den möglichen Untersuchungsflächen können Sie vorab schauen, welches der 3 x 3 km² Quadrate sich in Ihrer Nähe befindet. Innerhalb dieses Quadrates legen wir die genauen Standorte der Nisthilfen fest. Geben Sie die Nummer Ihrer Wunschfläche bei der Anmeldung an.
  • Falls diese vorausgewählten Flächen für Sie nicht in Frage kommen, können Sie uns auch einen individuellen Standort für Ihr Nisthilfen-Paar vorschlagen. In diesem Fall müssten Sie die Kosten für die beiden MonViA-Nisthilfen selbst übernehmen. Bitte beachten Sie bei der Suche eines individuellen Standortes folgendes: Jedes Nisthilfe-Paar soll in der Agrarlandschaft stehen, d.h. am Feldrand, an einer Weide oder Wiese, oder am Rand einer Obstplantage. Zudem soll ein Nisthilfe-Paar mindestens 500 m von einem anderen Nisthilfe-Paar entfernt stehen, damit sich beide Paare nicht gegenseitig beeinflussen. Wünschenswert wäre, wenn auch ein Abstand von 500 m zu Sonderstandorten wie z. B. Kleingartenanlagen, Kiesgruben oder Siedlungsbereichen eingehalten werden kann. Schreiben Sie uns gern Ihren Standord-Vorschlag, wir prüfen ihn und legen den finalen Standort gemeinsam mit Ihnen fest. Erwerben Sie bitte erst nachdem der Standort final mit uns abgestimmt ist Ihre Nisthilfen hier (bitte ausschließlich die MonViA-Nisthilfe verwenden). Sollten Sie die Nisthilfen nicht vom Thünen-Institut gestellt bekommen, müssten Sie die Laminierfolien zum Schutz der Brutzellen selbst auf die Brettchen bügeln. Ein Video dazu finden Sie am Ende der Anleitung.
  • Wenn Sie an einem Standort außerhalb der von uns vorausgewählten Flächen eine Nisthilfe aufstellen möchten, dann bügeln Sie nach Erhalt Ihrer Nisthilfen die im Paket enthaltenen Schutzfolien auf die Nisthilfe-Brettchen (Eine Video-Anleitung finden Sie unten auf dieser Seite).

Erstes Erfassungsjahr: Nisthilfe-Brettchen monatlich fotografieren

  • Stellen Sie von Februar bis Anfang März die erste und ab Mai die zweite Ihrer Nisthilfen am vereinbarten Standort auf:
  1. Erwerben Sie dafür bitte im Baumarkt für jede Nisthilfe einen Holzpfosten (150 cm lang, entweder Vierkant 7 x 7 cm oder Rundpfosten mit 10 cm Durchmesser, unten zugespitzt). Die Kosten dafür können wir Ihnen leider nicht erstatten.
  2. Schlagen Sie den Pfosten 30 bis 50 cm tief in den Boden ein, montieren Sie oben drauf die Nisthilfe und richten Sie die Einfluglöcher der Nisthilfe Richtung Süden aus.
  3. Bitte bringen Sie an jeder Nisthilfe auch das Hinweis-Schild an, das Ihrer Nisthilfe beigelegt ist (Sie finden es auch zum Download unten auf dieser Seite).
  4. Fotografieren Sie die Nisthilfe mit ihrer unmittelbaren Umgebung (d.h. im Landschaftskontext) aus allen vier Himmelsrichtungen.
  5. Notieren Sie sich bitte die Nisthilfe-Nummer, das Aufstell-Datum und die Standort-Koordinaten und teilen Sie uns diese per E-Mail mit. Die Standortkoordinaten können Sie mit einem GPS-Gerät oder einfach mit dem Smartphone aufnehmen.
  6. Sobald die erste Biene eingezogen ist, muss die Nisthilfe an diesem Standort bleiben und darf nicht mehr, auch nicht um ein paar Meter, verstellt werden.
  • Registrieren Sie nun Ihre Nisthilfen hier mithilfe der auf den Nisthilfen angegebenen IDs und geben Sie Standortkoordinaten, Aufstelldatum, Kontaktperson an und laden die Fotos der Nisthilfen im Landschaftskontext hoch.
  • Fotografieren Sie von April bis September jeweils in den letzten 10 Tagen des Monats jedes Nisthilfe-Brettchen von oben. Tipps zum Fotografieren finden Sie unten auf dieser Seite. Bitte geben Sie Acht, dass Sie die Brettchen nach dem Fotografieren wieder in der richtigen Reihenfolge zusammenstecken.
  • Laden Sie Ihre Fotos auf den Stick, den Sie von uns per Post erhalten, und schicken Sie ihn monatlich an uns zurück. Sie können Ihre Fotos selbstverständlich weiterhin für eigene Zwecke verwenden.
  • Die Nisthilfen bleiben den Winter über am Standort.

Zweites Erfassungsjahr: Ausflugaufsatz anbringen und Entnahme der Umwelt-DNA

  • Im Frühjahr des zweiten Jahres bringen Sie einen Ausflugaufsatz an der Vorderseite der Nisthilfe an, die Sie per Post von uns erhalten. Diese ermöglicht es den schlüpfenden Tieren, die Nisthilfe zu verlassen, soll aber eine Wiederbesiedlung verhindern. Die Nisthilfen bleiben während der gesamten Wildbienen-Saison abgedeckt.

Anleitung Ausflugaufsatz

  • Im Spätsommer des zweiten Jahres nehmen Sie die Ausflugvorrichtung wieder ab und entnehmen mithilfe eines DNA-Kits, das wir Ihnen zusenden, die organischen Reste aus den Niströhren.
  • Schicken Sie uns die organischen Reste für die Laboranalyse an das Thünen-Institut für Biodiversität, AG Agrarlandschaftsmonitoring, Bundesallee 65, 38116 Braunschweig.
  • Wie geht es mit Ihrer Nisthilfe nun weiter? Wir entwickeln zur Zeit eine Methode, die es ermöglicht, die MonViA-Nisthilfen wiederzuverwenden, d.h. alle eDNA-Spuren aus den vergangenen beiden Jahren zu entfernen. Sobald dies möglich ist, ist Ihr Nisthilfen-Paar wieder am selben Standort einsatzbereit.

Nisthilfen-Brettchen richtig fotografieren, so geht’s:

  1. Zeitraum
    Fotografieren der Nisthilfen-Brettchen in den letzten 10 Tagen eines Monats.
  2. Ablauf
    Die Nisthilfe aufschrauben, die 25 Brettchen einzeln fotografieren und anschließend in der richtigen Reihenfolge wieder zusammensetzen.
  3. Bildausschnitt
    Die Nisthilfen-Brettchen bitte von oben fotografieren, sodass alle Niströhren gut zu sehen sind.
  4. Das Wetter beachten
    Spiegelungsfreie Bilder gelingen am besten bei bewölktem Wetter. Bitte nicht bei Starkregen fotografieren – sonst kann Nässe in die Nisthilfen gelangen.

Tipps für perfekte Fotos

  • Gegen Spiegelungen auf der Folie durch Sonneneinstrahlung hilft Schatten – z.B. durch einen (am besten dunklen) Regenschirm.
  • Fotografier-Hilfen selbst bauen: Wir haben Ihre Ideen gesammelt, die das Fotografieren erleichtern. Lassen Sie sich von den Fotografier-Tipps der Projekt-Teilnehmer*innen inspirieren.

Anleitung: Schutzfolien auf die Nisthilfe-Brettchen bügeln

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